SVP-TageBuch

Das unautorisierte SVP Tagebuch
 
 

21.02.11 51 % - und wir sagen wo’s langgeht!

Es musste ja mal auskommen. Konkordanz nur wenn es uns nützt. Uns geht es um die MACHT! Und zwar 100 %. 1)


Ein sackstarkes Gefühl, wenn man mit einer eigentlich gar nicht ernstgemeinten Forderung wie die der automatischen Ausschaffung von kriminellen Ausländern allen anderen Parteien die Hosen runterlassen kann. Zusammen mit der Minarett-Initiative war das der Test. Mit der nötigen Portion Skrupellosigkeit, einem explosiven Argumenten Gemisch zusammengebastelt aus Ängsten und Vorurteilen, gewürzt mit süffigen Halb- bis Ganzunwahrheiten, einem professionellen Marketingteam und – selbstverständlich – genügend Zaster um das ganze garantiert jedem Schweizer unter die Nase zu reiben, kann man sogar den weitbeachteten Verstand des Schweizer Wählers ausser Kraft setzen.


Nicht dass wir die ganze Schweizer Bevölkerung vertreten möchten. Nein, das ist ja auch gar nicht nötig. Ausländer haben ja gar kein Stimmrecht – darum eignen sie sich ja auch so gut als Prügelknaben: die können nicht zurückschlagen. Von den Stimmberechtigten geben höchstens 50 % ihre Stimme regelmässig ab. Davon sind – sehr optimistisch geschätzt – etwa 50 % wirklich politisch interessiert und wissen Bescheid. Die anderen 50 % sind manipulierbar und damit unser bestes Wählerpotential, denn wer nicht genau Bescheid weiss, glaubt noch gerne jemandem der sagt: Du bist der Gute und das ist der Böse.

25 % sind leicht zu gewinnen, da sie schon radikal-rechts veranlagt sind. Mit der Medienunterstützung holen wir noch einmal 15 %. Diese 40 % sind die Basis. Unser Polittheater hält zudem mindestens 6 % von der Urne fern, da sie von der Politik die Nase voll haben und dann und die restlichen 5 % mobilisieren wir mit emotionalen Themen aus der Wählerschaft, die üblicherweise nicht an die Urne geht. Und schon haben wir unsere 51 %, ohne auch nur annähernd 50 % der Schweizer hinter uns zu haben.

Wichtig ist die Totale Spaltung. Denn für einen der einmal SVP gewählt hat, darf es nicht mehr möglich sein, eine andere Partei zu wählen. Das ist ein bisschen wie in der Kirche. Wenn man mal irgendwo dazugehört, dann bleibt’s auch so auf alle Ewigkeiten. Denn wer will schon zum Dunstkreis des Teufels gehören. Nur so können wir unser Potential stetig steigern, ohne mit einem abbröckeln der Wählerbasis kämpfen zu müssen. Darum stellen wir uns dauernd gegen alle anderen Parteien. Da die bürgerlichen Parteien immer mehr und immer rechter werden, wird das immer schwieriger. Bei der Ausschaffungsinitiative mussten wir sogar eine unmögliche Forderung erheben, um die gesamte Politlandschaft gegen uns zu vereinen. Doch das liess sich ja in der ersten Sitzung bei der Sommaruga schon korrigieren, indem wir von nicht mehr jeden und auch nicht mehr automatisch Ausschaffen wollen. Zum Glück gibt’s keine linke Weltwoche, die das nun lang und breit schlagen könnte, als Einladung für die anderen Medien zum Abschreiben.


Viel wichtiger als die oft kritisierte Werbung sind die eingekauften Medien. Sie bringen JEDES Thema gross und prominent, das wir diskutiert haben wollen. Heute haben diese Medienprodukte eine so starke Ausstrahlung, dass auch die anderen Medien darüber berichten müssen, ob sie wollen oder nicht. Und wer die Medien kontrolliert, der braucht sich nicht zu fürchten, wie das Beispiel Italien überdeutlich zeigt. Darum haben wir in den letzten Jahren stark in diesen Bereich investiert.


Gut, vielleicht kann man sagen, dass Manipulation und Kontrolle der Medien nicht die demokratischsten Mittel sind, die man verwenden kann, um an die Macht zu kommen. Aber das gemeine Volk muss manchmal einfach zu seinem Glück gezwungen werden. Und es hat ja schliesslich Glück, dass wir es sind, die das Geld haben um es auf den richtigen Weg zu bringen.

Man stelle sich vor, die Linken hätten unser finanzielles Potential. Tja, dann „guet Nacht am sächsi"!

Quellenverweise:
1) Tagesanzeiger online, 20.02.2011,"Nur noch eine Partei steht für diese Werte", Link: www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Nur-noch-eine-Partei-steht-fuer-diese-Werte/story/16485553

21.2.11 13:11

bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


nepal (4.7.11 11:22)
nach ihrer logik kommt man nicht auf 51, sondern auf 47.9% (25+15+5)/(100-6)*100


db (7.10.11 12:11)
ich freue mich auf die wahlen . die SVP wird zulegen die SP verlieren ! muhahaha :D... ihr linken gutmenschen habt noch nie etwas gescheitet hingekriegt!...

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