SVP-TageBuch

Das unautorisierte SVP Tagebuch
 
 

29.01.2011 Propaganda pur - Hut ab!

Hans Fehr ist einfach genial! Zu unserem Wahlkampfprogramm gehört es, auch die Opferrolle einzunehmen:

- Alle Parteien gegen die SVP.
- Die böse EU gegen die SVP.
- Kommissionen mit Geheimplänen gegen die SVP.
- Und natürlich noch viel handfester: Die Chaoten gegen die SVP.

Dass uns dies bereits Anfangs Wahljahr so ausgezeichnet gelungen ist, haben wir Hans Fehr zu verdanken. Nein, mit Absicht ist er nicht in die prügelnde Menge von Chaoten gelaufen. Ein ziemlich grosses Stück Naivität war aber schon dabei, wenn er zum Schluss kommt, dass andere "normale Bürger" ja auch unbehelligt zum Albisgüetli spazieren konnten. Rita Fuhrer hatte Polizeischutz beantragt und bekommen, dafür ist sie ja jetzt auch nicht prominent in den Medien.

Was aber wirklich das geniale daran ist, wie er diesen Vorfall bis ins letzte medial vermarkten kann. Selbstverständlich mit gütiger Mithilfe der Weltwoche, der Arena des Schweizer Fernsehens und anderen Medien, die wir uns freundlich gestimmt haben. Geradezu kaltblütig schiebt er die Schuld vollständig und ausschliesslich den anderen Parteien zu. Man habe die SVP als ausländerfeindlich und rassistisch bezeichnet, das sei sozusagen der Nährboden für Gewalt.

Damit haben wir jetzt den Spiess umgedreht und ein schlagendes Argument für die Stilfrage konstruiert. IHR habt uns als rassistisch bezeichnet, darum wurde Hans Fehr tätlich angegriffen, also kommt uns nicht mit dem Stil.

Interessant, dass auch die CVP und die FDP in der Arena nur Plakate der Juso und der Gewerkschaften gebracht haben als Beispiele von respektloser Politik, obwohl die in der Schweiz überhaupt nichts bewegt haben. Um die Schweiz zu verändern braucht man zu den provokativen Plakaten auch noch Millionen und das eben in der Schweiz nur wir und die Economie Suisse.

CVP und FDP scheinen aber bei unserem Anblick die Hosen voll zu haben, denn nur so lässt sich erklären, dass sie sich lieber von den Linken distanzieren als den Tatsachen ins Auge zu blicken und uns "an den Karren zu fahren". Aber das kann uns nur recht sein, denn das ist auch ein Grund, warum wir es überhaupt so weit gebracht haben.

Kurz: Wieder einmal ein genialer Streich von unserem Propagandaminister. Bei einem "normalen" Menschen würde zumindest ein bisschen Selbstzweifel aufkommen. Bin ich doch zu weit gegangen in meinen Angriffen auf politische Gegner und ganze Volksgruppen wie Invalide, Ausländer, Sozialempfänger? Hätte ich auch Polizeischutz anfordern sollen? Gibts da nicht auch anständige Menschen, wenn man sieht, dass mich Frauen aus genau dieser Gruppe geschützt haben? Aber nicht bei Hans Fehr! Das gehört nicht zum grossen Auftrag, das würde der Partei nichts nützen und das EINZIGE was zählt ist schliesslich der Erfolg der SVP bei den Wahlen 2011!

Die Opferrolle hat uns ja schon einmal grossen Erfolg beschert! Vor den Wahlen 2007 wollten wir trotz Warnungen von allen Seiten "undsverrecken" nicht auf unseren Umzug durch Bern verzichten wollten. Selbstverständlich haben wir gewusst, dass dies zu gewalttätigen Ausschreitungen der Chaoten führen wird, aber wer lässt sich denn schon diese Chance nehmen, um diesen Vorfall politisch auszuschlachten. Das überlassen wir den netten, wie dem damaligen Bundesrat Sämi Schmid, der damals zu Hause geblieben ist.

Weiter so Hans! Ohne Rücksicht auf Verluste auf 40 % 2011 und 50 % 2015.

Quellenverzeichnis:
Schweizer Fernsehen, 28.01.2011, Arena: "Gewalt statt Dialog?", Link: http://www.sendungen.sf.tv/arena/Sendungen/Arena/Archiv/Sendung-vom-28.01.2011

29.1.11 13:37

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