SVP-TageBuch

Das unautorisierte SVP Tagebuch
 

Letztes Feedback

Meta

SVP-Tagebuch teilen Zum SVPTagebuch auf Twitter

Gratis bloggen bei
myblog.de





 

18.06.2010 Inszeniert ins Disaster - Der UBS-Staatsvertrag

Viel Lärm um nichts. Der UBS-Staatsvertrag wurde genehmigt, ohne dass auch nur eine unserer Bedingungen erfüllt wurden. Was ist passiert?

Zeigt unser Christoph Altersschwäche?

Sonst orchestriert unser Halbgott im Anzug unsere Partei mit Geschick und fester Hand. Aber es scheinen sich auch bei ihm langsam ein paar Altersschwächen anzukündigen. Wenn das so weitergeht und das Volk begreift, dass wir die Partei sind, die die übelsten Spielchen mit unserem Land treibt, dann sehe ich rabenschwarz für das Wahljahr 2011. Lieber Christoph, vielleicht sollten wir das den Leuten nicht so direkt unter die Nase reiben, wie bei dieser Staatsvertragsdebatte.

Bisher konnten wir vor allem den Mitteparteien genüsslich vorwerfen, sie hätten keine Linie. Ja, wir haben es Ihnen bei jeder möglichen und unmöglichen Gelegenheit so richtig unter die Nase gerieben. Und jetzt? Jetzt haben wir Ihnen das schlagkräftigste Gegenargument selber frei Haus geliefert. Einen Slalomkurs beim Staatsvertrag wie er in der Schweiz noch nie gesehen wurde:
1. Wir lehnen den Staatsvertrag KATEGORISCH ab!
2. Wir stimmen dem Staatsvertrag mit Bedingungen zu.
3. Unsere Bedingungen werden nicht erfüllt, wir lehnen den Staatsvertrag ab.
4. Wir erklären uns bereit, dem Staatsvertag zuzustimmen unter reduzierten Bedingungen, zeigen aber bereits bei der Ankündigung Schwäche.
5. Wir reduzieren unsere Bedingungen praktisch auf 0, um ohne Gesichtsverlust trotzdem noch zustimmen zu können. Unsere Forderungen werden nicht erfüllt.
5. Wir stimmen dem UBS-Staatsvertrag zu, ohne dass auch nur eine unserer Bedingungen erfüllt wurde.

Sie fragen sich vielleicht, warum wir am Schluss Ja gesagt haben. Eigentlich haben wir ja gar nichts gegen diesen Staatsvertrag, aber er gab uns wieder einmal ein Motiv, um auf den Bundesrat und die anderen Parteien einzudreschen. Und das ging nunmal am effektivsten mit einer kategorischen Ablehnung. Selbstverständlich gingen wir davon aus, dass der Staatsvertrag im Parlament ohne Probleme durchgewunken wird. Und das war die grosse Fehleinschätzung.

Die Linke hat unsere kategorische Ablehnung geschickt ausgenützt und eigene Forderungen gestellt. Wir konnten aufgrund unserer klaren Aussagen nicht mehr zurückkrebsen und sind damit in das Loch gefallen, das wir selber gegraben hatten. Und dann ist etwas ganz neues passiert. Trotz unseren Verhandlungsangeboten sind uns unsere bürgerlichen Bruderparteien keinen einzigen Schritt entgegengekommen, obwohl wir die Forderungen immer mehr reduzierten. Ja wir waren ja am Schluss sogar mit eine Bonussteuer einverstanden, die wir vorher so vehement bekämpft hatten. Gesichtsverlust total.

Der Christoph wurde schon seit längerem von seinen Milliardärskollegen bedrängt, er solle doch hier endlich einlenken. Das hat er dann versucht, mit immer mehr Konzessionen. Er ist - wohl überbeschäftigt mit der gleichzeitig stattfindenden Jägerprüfung - immer mehr ins schlingern geraten, bis es dann am Schluss dazu kam, dass wir ÜBERHAUPT NICHTS für unser Ja bekommen haben.

Unsere eigene Inszenierung hat uns ins Disaster getrieben. Was bisher so problemlos immer geklappt hat, ist nun vorbei. Unsere Gegner haben das Mittel gefunden, um unsere Spielchen sichtbar zu machen. Sie hatten uns aber auch genug lange spielen lassen ;=)

Die ganze Geschichte erinnert mich ein bisschen an das Spiel der Schweizer Nati, eine Mauer der Verteidigung. Nur hat die Nati gewonnen. Zum Glück nimmt der Freudentaumel um den Sieg der Nati einiges an Aufmerksamkeit weg von diesem Thema. Ja, wir haben sogar den Toni in die Fanmenge vor dem Bundeshaus geschickt, damit es wenigstens eine positive Nachricht im Zusammenhang mit der SVP gibt.

Quellenverzeichnis:

Tagesanzeiger online, 17.06.2010, "UBS-Staatsvertrag unter Dach", Link: http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/UBSStaatsvertrag-unter-Dach/story/24098122

18.6.10 13:28

bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)


 Smileys einfügen