SVP-TageBuch

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10.06.2010 Salamitaktik - Der Salami ist schon bald weg!

Der Staatsvertrag ist wirklich eine ganz verzwickte Sache. Warum bleiben unsere Gegner genau jetzt hart, wo sie doch früher immer eingeknickt sind. Gemäss der berühmten Salamitaktik haben wir unsere Forderungen Schritt für Schritt praktisch auf 0 reduziert:

1) Vertrag wird abgelehnt.
2) Vertrag wird angenommen, wenn es keine Bonisteuer gibt.
3) Vertrag wird angenommen, wenn es keine Bonisteuer bei den Unternehmen, sondern nur beim Manager selber gibt. 1)

Also wirklich: Der Unterschied, ob die Steuer beim Manager oder bei der Firma eingezogen wird, ist 0, da die Firma dem Manager die höhere Steuer einfach noch auf den Bonus schlagen wird. Es wird immer die Firma belastet, wenn man die Bonis besteuert.

Also gebt uns doch dieses Zückerchen. Wir sind schon ganz verzweifelt, weil wir eigentlich ja liebend gerne zustimmen würden, aber einfach nicht mehr wissen, wie wir das anstellen sollen.

Wir wissen, wir waren auch nicht immer nett mit Euch, liebe Gegner, aber dass Ihr unsere Polit-Ränkespiele so blossstellen müsst. Nicht einmal intern wird unserem Stratgiekönig mehr gefolgt. Es sollen bereits 10 SVPler am umkippen sein und bis zu zwei Drittel könnten in der Endabstimmung nicht Nein stimmen. 1) Das ist natürlich auch nicht förderlich. Kurz: Wo wir wohl enden werden:

4) Vertrag wird auch mit SVP-Hilfe angenommen, OHNE JEGLICHE FORDERUNG.

Die SP wird auch nichts kriegen, die haben es aber wenigstens durchgezogen und nicht einen Slalomkurs hingelegt. Vor einem Wahljahr sollte man sich hüten vor solchen Polit-Spielchen. Wir haben hoch gepokert und jetzt schon verloren. Ob wir noch etwas rausholen können ist höchst fraglich.

Vielleicht sollten wir im Wahljahr ein bisschen vorsichtiger sein und nicht unsere politischen Gegner um jeden Preis in die Pfanne hauen zu wollen. Lieber wieder die Randalierer mit einer Demo provozieren, damit wir wieder als Opfer dastehen, dem man beistehen muss. Nach den Wahlen können wir dann ja wieder voll Gas geben und unsere Spasspolitik weiterbetreiben.

Eine schlacht ist Verloren, aber noch lange nicht der Krieg.

Quellenverzeichnis:

1) Tagesanzeiger online, 9.06.2010, "Die Fronten beim UBS-Vertrag sind verhärtet", Link: http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Die-Fronten-beim-UBSVertrag-sind-verhaertet/story/15230106

10.6.10 17:31

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